Philosophy

CV

Links

​

Werke und Gesamtausgaben verschiedener Philosophen:

​

Online Bibliotheken:

  • Zeno.org - Texte bedeutender Philosophen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert
  • Textlog.de - Sammlung historischer Texte und Wörterbücher mit Schwerpunkt Philosophie, Kunst und Ästhetik

​

Podcasts und Videos:

​

​

Websites

  • Philosophy Bro - Philosophy Bro explains complex ideas of philosophy in easy to understand language
  • Calling Bullshit - Philosophy of Bullshit
  • Quanta - News from Physics, Mathematics, Biology and Computer Science
  • Edge - Blog about the edge of the worlds knowledge, interviews with leading scientists

Zitate / Quotes

​

“… was die Freiheit sei, hält man für ausgemacht, insgleichen meint man dabei schon zu wissen, was und wer der Mensch selbst sei. Ungewiß ist nur noch, ob ihm und seinem Willensvermögen die Eigenschaften der Freiheit zukomme oder ob sie ihm abgesprochen werden müsse. Mit dieser Frage der Willensfreiheit, die am Ende verkehrt gestellt und deshalb gar keine Frage ist, hat es die Schellingsche Abhandlung nicht zu tun. Denn hier gilt die Freiheit nicht als Eigenschaft des Menschen, sondern umgekehrt: Der Mensch gilt allenfalls als Eigentum der Freiheit. Freiheit ist das umgreifende und durchgreifende Wesen, in das zurückversetzt der Mensch erst Mensch wird. Das will sagen: Das Wesen des Menschen gründet in der Freiheit.”

​

Martin Heidegger - Schellings Abhandlung über das Wesen der menschlichen Freiheit

​

“Das „Realitätsproblem“ im Sinne der Frage, ob eine Außenwelt vorhanden und ob sie beweisbar sei, erweist sich als ein unmögliches, nicht weil es in der Konsequenz zu unaustragbaren Aporien führt, sondern weil das Seiende selbst, das in diesem Problem im Thema steht, eine solche Fragestellung gleichsam ablehnt. Zu beweisen ist nicht, daß und wie eine Außenwelt vorhanden ist, sondern aufzuweisen ist, warum das Dasein als In-der-Welt-sein die Tendenz hat, die „Außenwelt“ zunächst „erkenntnistheoretisch“ in Nichtigkeit zu begraben, um sie dann erst durch Beweise auferstehen zu lassen”

​

Martin Heidegger - Sein und Zeit

​

​

“Das Man «war» es immer und doch kann man sagen, «keiner» ist es gewesen“ 

​

Martin Heidegger - Sein und Zeit

​

​

„Das von sich aus Aufgehende und also Erscheinende und in all dem An-wesende heißt τά φυσει ὄντα oder τά φυσικά. Dies erscheint als das je dort und dann, hier und jetzt Verweilende - das Jeweilige. Wenn aber gefragt wird τἰ το ὄν geht die Frage nicht auf das jeweilige Seiende, sondern über dieses hinaus (μετά), »hinüber« zum Sein des Seienden. Die Frage τἰ το ὄν denkt nicht die τά φυσικά, sondern denkt μετά τά φυσικά. Das Denken, das auf die ονσἰα, die Seiendheit denkt, geht über das jeweilige Seiende hinaus zum Sein über. Es ist ein Denken μετά τά φυσικά, d. h. »Metaphysik«.“

​

Martin Heidegger - Heraklit

​

​

„Sie [die Metaphysik] denkt das Seiende hinsichtlich des Seins. Das Sein ist das zuerst und zuletzt Antwortende auf die Frage, in der stets das Seiende das Befragte bleibt. Das Sein ist als solches nicht das Befragte. Darum bleibt das Sein selbst in der Metaphysik undgedacht, und zwar nicht beiläufig, sondern ihrem eigenen Fragen gemäß. Dieses und das Antworten denken, indem sie das Seiende als solches denken, zwar notwendig vom Sein her, aber sie denken nicht an dieses selbst, und zwar deshalb nicht, weil dem eigensten Fragesinn der Metaphysik gemäß das Sein als das Seiende in seinem Sein gedacht ist. Insofern die Metaphysik das Seiende aus dem Sein her denkt, denkt sie nicht: Sein als Sein. [...] Die Metaphysik anerkennt zwar: Seiendes ist nicht ohne Sein. Aber kaum gesagt, verlegt sie das Sein wiederum in ein Seiendes, sei dieses das höchste Seiende im Sinne der obersten Ursache, sei es das ausgezeichnete Seiende im Sinne des Subjektes der Subjektivität als der Bedingung der Möglichkeit aller Objektivität, sei es, in der Konsequenz der Zusammengehörigkeit beider Begründungen des Seins im Seienden, die Bestimmung des höchsten Seienden als des Absoluten im Sinne der unbedingten Subjektivität. Diese Begründung des kaum angedachten Seins im Seidensten des Seienden geht gemäß der metaphysischen Frage vom Seienden als solchen aus. Sie erfährt, daß Seiendes ist. Sie wird wie in einem Vorbeigang davon gestreift, daß Sein west. Aber die Erfahrung gelangt unversehens in den Gang des metaphysischen Fragens der Frage, die in der späteren Formulierung durch Leibniz so lautet: Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr nichts?“

​

Martin Heidegger -  Nietzsche II

​

​

„Welt west, indem sie weltet. Dies sagt: Das Welten von Welt ist weder durch anderes erklärbar, noch aus Anderem ergründbar. Dies Unmögliche liegt nicht daran, daß unser menschliches Denken zu solchem Erklären und Begründen unfähig ist. Vielmehr beruht das Unerklärbare und das Unbegründbare des Weltens von Welt darin, daß so etwas wie Ursachen und Gründe dem Welten von Welt ungemäß bleiben. Sobald menschliches Erkennen hier ein Erklären verlangt, übersteigt es nicht etwa das Wesen von Welt, sondern es fällt unter das Wesen von Welt herab. Das menschliche Erklärenwollen langt überhaupt nicht in das Einfache der Einfalt des Weltens hin. Die einigen Vier sind in ihrem Wesen schon erstickt, wenn man sie nur als vereinzeltes Wirkliches vorstellt, das durcheinander begründet und auseinander erklärt werden soll“

​

Martin Heidegger -  Das Ding, Bremer und Freiburger Vorträge

​

​

​

“Die Wüste wächst: weh dem, der Wüsten birgt!”

​

Friedrich Nietzsche - Also  sprach Zarathustra

​

​

“Es ist charakteristisch, daß man […] Wesenszusammenhänge nie so wissen kann, wie man irgendeine Kenntnis hat, sondern daß ich sie mir immer wieder aneignen muß und bei jeder Neuaneignung sich mir ein neuer Abgrund zeigt. Das Wesen des Einfachen und Selbstverständlichen ist es, daß es der eigentliche Ort für die Abgründigkeit der Welt ist. Und dieser Abgrund öffnet sich nur, wenn wir philosophieren, aber nicht, wenn wir glauben, dergleichen schon zu wissen.”

​

Martin Heidegger -  Einleitung in die Philosophie

​

​

“Die Angst verschlägt und das Wort. Weil das Seiende im Ganzen entgleitet und so gerade das Nichts andrängt, schweigt im Angesicht seiner jedes „Ist“-Sagen. Daß wir in der Unheimlichkeit der Angst oft die leere Stille gerade durch ein wahlloses Reden zu brechen suchen, ist nur der Beweis für die Gegenwart des Nichts. Daß die Angst das Nichts enthüllt bestätigt der Mensch selbst unmittelbar dann, wenn die Angst gewichen ist. In der Helle des Blickes, den die frische Erinnerung trägt, müssen wir sagen: wovor und worum wir uns ängsteten, war „eigentlich“ - nichts. In der Tat: das Nichts selbst - als solches - war da”

Martin Heidegger - Was ist Metaphysik?

​

​

“Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt, mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft.”

​

Friedrich Nietzsche - Menschliches , Allzumenschliches

​

​

“Wenn nun aber auch das Abwesende im Sinne des Vormaligen und des Nachmaligen ein “seiner Zeit” Anwesendes ist, wenn somit im Abwesenden Anwesendes west, muß vermutlich auch umgekehrt im Anwesenden, d.h. in dem “zur Zeit Anwesenden” das Abwesende wesen”

​

Martin Heidegger - Der Spruch des Anaximander

​

​

“Der introvertierte Gedankenarchitekt wohnt hinter dem Mond, den die extrovertierten Techniker beschlagnahmen”

​

Theodor Adorno - Negative Dialektik

​

​

“Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daß sie ist” 

​

Ludwig Wittgenstein - Tractatus

​

​

“der vulgäre Verstand sieht vor lauter Seiendem die Welt nicht”

Martin Heidegger

​

​

“Die Gefühle am frühen Morgen gehören zu den Illusionen, denen wir uns hingeben müssen, wenn wir je irgend etwas schaffen wollen”

​

John Irving 

​

​

​

“Was geschah mit der Frage? Sie hat sich gewandelt. Was ist die Zeit? wurde zur Frage: Wer ist die Zeit? Näher: sind wir selbst die Zeit? Oder noch näher: bin ich meine Zeit? Damit komme ich ihr am nächsten, und wenn ich die Frage recht verstehe, dann ist mit ihr alles ernst geworden. Also ist solches Fragen die angemessenste Zugangs- und Umgangsart mit der Zeit als mit der je meinigen. Dann wäre Dasein Fraglichsein.”

Martin Heidegger

​

​

„Wir philosophieren nicht, um Philosophen zu werden, aber ebensowenig, um uns und anderen eine rettende Weltanschauung zu beschaffen, die man sich zulegen könnte wie Mantel und Hut. Ziel der Philosophie ist nicht ein System des Wissenswerten, noch eine sentimentale Erbauung wankender Seelen. Philosophieren kann nur, wer schon entschlossen ist, dem Dasein in seinen radikalen und universal-wesentlichen Möglichkeiten die freie Würde zu verleihen, die es allein geeignet macht, der bleibenden Unsicherheit und dem aufgerissenen Zwiespalt standzuhalten, dabei aber von allem Geschwätz des Tages unberührt zu bleiben.“

​

Martin Heidegger - Metaphysische Anfangsgründe der Logik im Ausgang von Leibniz

​

„Aber ich bezweifle, ob, was die philosophischen Biedermänner versteckter-weise glauben und was man da so Liebe nennt, das metaphysische Wesen des Genannten trifft. Am Ende sind die kleinen Gefühle, die man da unter diesem Namen beibringt, doch recht weit entfernt. Es wäre doch zu fragen, ob jede große Liebe, die allein etwas vom Wesen bekundet, nicht im Grunde ein Kampf ist, nicht etwa nur und zuerst ein Kampf um den Anderen, sondern ein Kampf für ihn, und ob sie nicht wächst in dem Grade, als die Sentimentalität und Behaglichkeit der Gefühle abnimmt. Doch genug!“

​

    Martin Heidegger - Einleitung in die Philosophie 

​

​

​

„Das rechnende Denken bindet sich lediglich in das Rechnen mit dem Seienden und dient ausschließlich diesem. Alles Rechnen läßt es das Zählbare im Gezählten aufgehen, um es für die nächste Zählung zu gebrauchen. Das Rechnen läßt anderes als das Zählbare nicht aufkommen. Jegliches ist nur das, was es zählt. Das jeweils Gezählte sichert den Fortgang des Zählens. Dieses verbraucht fortschreitend die Zahlen und ist selbst ein fortgesetztes Sichverzehren. Das Aufgeben der Rechnung mit dem Seienden gilt als die Erklärung seines Seins. Das Rechnen gebraucht zum voraus alles Seiende als das Zählbare und verbraucht das Gezählte für die Zählung. Dieser verbrauchende Gebrauch des Seienden verrät den verzehrenden Charakter der Rechnung. Nur weil die Zahl ins Endlose vermehrbar ist, und dies unterschiedslos nach der Richtung des Großen und des Kleinen, kann sich das verzehrende Wesen der Rechnung hinter ihren Produkten verstecken und dem rechnenden Denken den Schein der Produktivität leihen, während es doch schon vorgreifend und nicht erst in seinen nachträglichen Ergebnissen alles Seiende nur in der Gestalt des Beistellbaren und Verzehrlichen zur Geltung bringt.“

 

Martin Heidegger - Wegmarken